Weihnachtsspende 2023 für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Region Aachen

Blog / 20. Dezember 2023

Unser Xmas-Spendenempfänger 2023, der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst für die Region Aachen

Unsere diesjährige Weihnachtsspende in Höhe von 3.000 Euro geht an den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst für die Region Aachen. Im August hat ein Ereignis, das die Gemüter bewegte, die Schlagzeilen gemacht: Einbrecher, die eigentlich den benachbarten Lottoladen ausrauben wollten, hatten die Räumlichkeiten des Vereins auseinandergenommen – darüber wurde in der Zeitung berichtet. Da wir schon immer die Hospizarbeit unterstützen und gerade zu Weihnachten gerne an Kinder spenden, die Unterstützung brauchen, passte dies für uns dann perfekt zusammen. In diesem Jahr verbinden wir also die Themen Hospiz und Kinderwünsche für unsere Weihnachtsspende.

Der Verein hat eine Niederlassung in Aachen-Eilendorf, die von zwei Halbtagsangestellten und 23 Ehrenamtlichen betrieben wird. Die Familien der erkrankten Kinder sind die Auftraggeber und bestimmen, welche Unterstützung sie benötigen. Die betroffenen Kinder vereinten alle die Diagnose einer lebensverkürzenden Krankheit. Im Gegensatz zum Erwachsenen-Hospiz geht es hier eben nicht um die Betreuung der letzten 3 bis 6 Monate, sondern um Unterstützung und Hilfsangebote, die meist über mehrere Jahre laufen.

 Der Verein wurde 1990 von betroffenen Familien gegründet, weil es bis dahin keine Hospiz-Angebote für Kinder gab. 1998 wurde in diesem Zuge auch das erste stationäre Hospiz gegründet. Der Fokus des Vereins liegt aber primär auf der ambulanten Unterstützung der Familien im Alltag. Seit 2006 ist der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst in der Region Aachen fest verankert und zuständig für die gesamte Städteregion in Aachen, den Kreis Heinsberg und Düren. Durch unsere Spende möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass diese wichtigen Hilfsangebote weiterhin durchgeführt werden können und die betroffenen Familien den Beistand erhalten, den sie benötigen.

Derzeit betreut der Verein 26 Familien mit sehr schwer kranken und beeinträchtigten Kindern. Bereits die Diagnosestellung gestaltet sich oft als langwierig – eine regelrechte Odyssee für die Familien. Der Dienst begleitet die Kinder und Familien daher ab der Diagnose über Jahre hinweg, wenn gewünscht bis zu ihrem Tod, und für die Familien auch darüber hinaus.

 

Aus welchen Quellen kommen die notwendigen Mittel?

Die Finanzierung des Vereins erfolgt zu 70 % aus Spendengeldern. Zusätzlich gibt es einen kleinen Zuschuss von der Krankenkasse und durch die Mitgliedsbeiträge, da der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst als Verein organisiert ist. Um eine nachhaltige Hilfe für die betroffenen Familien zu sein, ist der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst dringend auf Spenden angewiesen.

Die Familien erfahren von dem Verein vor allem durch Flyer, die in Arztpraxen und Krankenhäusern ausliegen - der Verein ist bundesweit aktiv. Eine weitere wichtige Informationsquelle sind Eltern von anderen kranken Kindern, die durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf den Dienst aufmerksam machen. Um Spenden zu generieren und auch als unterstützendes Angebot für die betreuten Familien, organisiert der Verein regelmäßig Veranstaltungen wie Nikolausfeiern oder den Besuch der Klinikclowns in den Vereinsräumlichkeiten. Je nach den Fähigkeiten der Kinder werden auch therapeutisches Reiten oder Ausflüge (zum Beispiel in den Zoo) unterstützt. Diese Veranstaltungen ermöglichen es den Kindern und ihren Familien, gemeinsam etwas zu unternehmen und eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Zusätzlich bietet der Verein Kinderfreizeiten an. Hier haben Kinder die Möglichkeit, eine Woche ohne ihre Eltern an verschiedene Orte zu reisen, zum Beispiel an die Küste. Auch zu Silvester gibt es Angebote, bei denen die Familien mit ihren kranken Kindern 1–2 Tage mit Übernachtung und Betreuung verbringen können, um aus ihrem Alltag, der meist von der Krankheit und Pflege geprägt ist, herauszukommen.

 

Ehrenamtler dringend gesucht

Die Aufgaben der Ehrenamtler sind vielfältig. Sie sind für die betroffenen Familien da, schenken Zeit und Entlastung – sei es durch gemeinsame Aktivitäten mit den Kindern oder durch unterstützende Gespräche mit den Eltern. Diese wertvolle Zeit und Aufmerksamkeit tragen dazu bei, den Familien in schweren Zeiten Trost und Unterstützung zu bieten. Zurzeit ist die jüngste Ehrenamtlerin 32 Jahre, der älteste 83 Jahre alt. Der Verein ist offen und dankbar für neue freiwillige Helfer – nicht nur für betreuende, sondern auch administrative Aufgaben. Jede Form der Unterstützung ist willkommen!

Die ehrenamtlichen Helfer werden im Rahmen einer mehrwöchigen Schulung von den beiden angestellten Fachkräften ausgebildet, um für das wichtige Thema Kinder- und Jugendhospiz weitergebildet und sensibilisiert zu werden. In der Schulung liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Pflege und dem einfühlsamen Umgang mit den Familien. Diese freiwillige Ausbildung hilft auch dabei, sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen – was für die Ehrenamtler oft eine herausfordernde, aber auch bereichernde Erfahrung sein kann.

Interessierte können sich unverbindlich melden, um mehr zu erfahren. Wer sich nicht sofort verpflichten möchte, hat die Möglichkeit, erst einmal herauszufinden, ob eine ehrenamtliche Tätigkeit beim Verein passend ist. Meldet euch gerne bei Interesse, wir vermitteln den Kontakt.


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Yvonne Faber
Leiterin Marketing