Ungarn – EKAER Nummer


02. März 2015

Meldepflicht für Warentransport per LKW  in Ungarn

Wie Sie in den vergangen Monaten der Fachpresse entnehmen konnten, hat das ungarische Wirtschaftsministerium ein Gesetz zur Einführung eines neuen Systems zur Nachverfolgung von Warentransporten in Ungarn, das sogenannte Electronic Road Transportation Control System – EKAER, entwickelt, das bereits zum 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist.

Die EKAER Nummer soll sicherstellen, dass zukünftig keine Waren mehr nach Ungarn und innerhalb Ungarns transportiert werden können, ohne dass es vorher den Finanzbehörden gemeldet wurde. Diese Neuregelung soll Steuerhinterziehungen und Korruption unterbinden.

Bei Verstößen gegen die Meldepflicht drohen Strafen in Höhe von 40 Prozent des transportierten Warenwerts.

Wir haben nachstehend die aus unserer Sicht wichtigsten Informationen zu diesem Thema nochmals zusammengefasst. Bitte beachten Sie, dass alle Angaben ohne Gewähr unsererseits, aber mit bestem Wissen zusammengetragen wurden:
  1. Die EKAER-Nummer wird aufgrund eines Kaufvertragsverhältnisses ausschließlich von den ungarischen Wirtschaftsbeteiligten beantragt. Die EKAER-Nummer hat eine Gültigkeit von max. 15 Tagen nach Ausgabetag.

  2. Die EKAER-Nummer gilt immer je Produkteinheit (zum Beispiel alle Sendungen auf einer Transporteinheit für einen Empfänger in Ungarn und während des gesamten Transportablaufs hat ein Bezug zwischen Lkw – ungarischem Kunden / Lieferant und den Gütern zu bestehen). Die Anzahl der vorhandenen Produkteinheiten auf einem Lkw gibt die Anzahl der notwendigen EKAER-Nummern vor (d.h. für jeden ungarischen Kunden / Lieferanten ist jeweils eine EKAER-Nummer erforderlich).

  3. Bis zu einem Wert der an / von einem ungarischen Wirtschaftsbeteiligten transportierten Güter von 5 Mio. Forint oder bis zu einem Warengewicht von 2.500 kg ist keine EKAER-Nummer erforderlich. Bei sog. „risikoreichen“ Waren wie z.B. Lebensmitteln liegen diese Werte bei 200 kg bzw. 250.000 Forint und bei sonstigen risikoreichen Waren (wie z.B. Textilien, Baustoffe, Schmierstoffe und Öle) bei 500 kg oder 1 Mio. Forint.

  4. Der Begriff „riskante Waren“ ist über eine Warenliste definiert. Sehen Sie hierzu weitere Informationen auf der Website: www.ekaer.hu/kockazatos-termekek/.

  5. Achtung! Wir sind als Spediteur nicht für das Beschaffen der EKAER-Nummer verantwortlich bzw. ermächtigt. Wir geben diese Nummer als Bote mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns lediglich weiter, so dass in Ungarn eine ordnungsgemäße Abfertigung möglich ist. Bitte melden Sie aus diesem Grund alle Ungarnsendungen separat bei uns an mit folgenden Angaben:

    • EKAER Nummer oder einer Freigabe, dass keine EKAER-Abwicklung erforderlich ist.
    • Anschrift des Absender sowie Ansprechpartner und Kontaktdaten.
    • Anschrift des Empfänger sowie Ansprechpartner und Kontaktdaten (Telefon-Nummer).
    • Warenbeschreibung, Zolltarifnummer (Waren-Code) und Gewicht der Waren.
    • Nettowarenwert der Waren.

  6. Der weitere Ablauf ist unsererseits wie folgt vorgesehen, dass spätestens am Abfahrtstag (in der Regel einen Tag vorher) der Versender das Lkw-Kennzeichen erhält. Dieses Kennzeichen kann dann über den ungarischen Empfänger in die EKAER-Registrierung nachgetragen werden.

  7. Bei Rücktransporten von evtl. annahmeverweigerten Sendungen eines ungarischen Unternehmens muss eine neue EKAER-Nummer beantragt werden. Transport von Leergut ist ebenfalls Meldepflichtig.
Angaben sind ohne Gewähr! Weitere Informationen erhalten Sie auf nachstehenden Webseiten:  oder unter dem Bereich Hammer Landfracht.

Bei Rückfragen stehen Ihnen

Herr André Falke Funktion Kundenservice Spedition  Telefon +49 241 9665-409 E-Mail andre.falkehammer-ac.de   Herr Michael RohnFunktion Prokurist, Bereichsleiter Spedition  Telefon +49 241 9665-331  E-Mail michael.rohnhammer-ac.de  

Yvonne Faber

Leiterin Marketing & Social Media

Telefon:
+49 (0)241 9665-196

E-Mail

Follow us


Noch mehr Neuigkeiten rund um Hammer Advanced Logistics finden Sie auf unseren Social Media Portalen.