Neue Nachweispflichten 2012


14. Dezember 2011

Als aufkommensstärkste Steuerart ist die Umsatzsteuer und deren Nachweis in Unternehmen bei allen Aus- und Eingangsumsätzen ein entscheidender Faktor. Aktuell zeichnen sich grundlegende Änderungen in folgenden, für den grenzüberschreitenden Verkehr mit Drittländern relevanten Bereichen ab: Zum 1. Januar 2012 ändert sich die umsatzsteuerliche Nachweispflicht für Ausfuhrlieferungen – auch werden eindeutigere Nachweisregelungen bei innergemeinschaftlichen Lieferungen geschaffen. Die am 10. August 2011 veröffentlichte 2. Verordnung zur Änderung steuerlicher Verordnungen ist am 25. November 2011 durch den Bundesrat genehmigt worden und wird zu Jahresbeginn 2012 in Kraft treten. Inhalt der Verordnung sind umfangreiche Neufassungen im Bereich der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung (UStDV). So werden die Nachweispflichten für Ausfuhrlieferungen an die seit 1.7.2009 bestehende Pflicht zur Teilnahme am elektronischen Ausfuhrverfahren AES (Art. 787 ZK-DVO) als Teilsystem von ATLAS angepasst. War früher die Teilnahme an ATLAS freiwillig, ist seit dem Jahr.2009 die elektronische Zollabfertigung durch Umsetzung des modernisierten Zollkodex der europäischen Gemeinschaft Pflicht. Dieser sieht die vollständige Ersetzung der formulargestützten Anmeldeverfahren durch elektronische Verfahren vor. Mit der aktuellen Gesetzesänderung wird künftig bei Ausfuhrlieferungen maßgeblich danach unterschieden, ob die Waren über das elektronische Ausfuhrverfahren ATLAS bei den Zollbehörden angemeldet werden oder nicht. Wird bei Ausfuhrlieferungen das ATLAS-Ausfuhrverfahren genutzt, ist ab dem 1. Januar 2012 als Nachweis für Umsatzsteuerzwecke lediglich das Abschlussdokument mit dem Ausgangsvermerk bzw. dem Alternativ-Ausgangsvermerk zu erbringen. Die sogenannte „weiße Speditionsbescheinigung“ bzw. der Ausgangsvermerk des Spediteurs auf B/L oder auf AWB gelten in diesen Fällen nicht mehr als Ausfuhrnachweis für die Umsatzsteuer – Versendungsbelege und Spediteurs-Bescheinigungen besitzen nur noch bei Anmeldungen außerhalb des elektronischen Verfahrens Relevanz. Die „weißen Speditionsbescheinigungen“ sollten jedoch weiterhin von den Spediteuren angefordert werden, um unerledigte ATLAS-Ausfuhrverfahren zum Abschluss zu bringen und um einen Alternativ-Ausgangsvermerk zu erhalten. Das Bundesministerium für Finanzen hat am 08.12.2011 kurzfristig einer dreimonatigen Übergangsfrist zugestimmt, sodass bis zum 31.03.2012 die Ausfuhrnachweise noch nach bisherigen Regelungen erbracht werden können. Zu den Änderungen der UStDV gehört auch die Schaffung einfacherer und eindeutigerer Nachweisregelungen bei innergemeinschaftlichen Lieferungen. Hierzu werden wir in Kürze berichten. Kontakt: Hammer GmbH & Co. KG: Siegfried Meyer, Teamleiter Sea- & Airfreight - Customs Service Projektmanager Zoll und Außenwirtschaft
Telefon: +49 (0)241 - 96 65 337
E-Mail: siegfried.meyer@hammer-ac.de

Yvonne Faber

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