Freihafen Hamburg wird zum 1. Januar 2013 aufgehoben


26. Oktober 2011

Der Freihafen Hamburg wird zum 1. Januar 2013 aufgehoben. Von diesem Zeitpunkt an werden die speziellen Regelungen für Freizonen nicht mehr anwendbar sein. Die Umwandlung in einen Seezollhafen ist das Ergebnis eines Beschlusses des Deutschen Bundestages aus dem Jahre 2010.  Ab 2013 werden alle Hafenunternehmen nach den gleichen Zollbestimmungen eines europäischen Seezollhafens arbeiten wie auch in Rotterdam und Antwerpen.  

Seit 1881 wird der Hamburger Freihafen für den zollfreien Umschlag genutzt, welcher als Areal ca. 23% der Gesamtfläche des Hamburger Hafens umfasst. Mit der Aufhebung des Freihafenstatus durchläuft der Hamburger Hafen jetzt eine der umfassendsten Wandlungen in seiner 820-jährigen Geschichte. In einem Freihafen können Händler ihre Waren lagern und verarbeiten, ohne sie nach Deutschland einführen zu müssen. Die Folge: Viele Industriebetriebe siedelten sich im Laufe der Jahre an, die ihre Rohstoffe unverzollt verarbeiten konnten und erst die fertigen Produkte einführen mussten. Heute sind rund 550 Industrieunternehmen aus unterschiedlichen Branchen im Hamburger Freihafen beheimatet.

Mit der Entwicklung der Europäischen Union zu einem einheitlichen Wirtschaftsraum ohne Zollgrenzen verringerten sich jedoch die Vorteile eines zollfreien Freihafens und wechselten letztendlich zu Nachteilen, wie z. B. die Lkw-Staus an den Zolldurchlässen.  

Durch die Auflösung der Freizonengrenze gelten ab dem 1. Januar 2013 die allgemein gültigen EU-Regeln für Seezollhäfen dann auch für den Hamburger Freihafen. Die Kontrollen an der Freizonengrenze des Leer- und Durchgangsverkehrs und die besonderen Überwachungsverfahren für die Lagerung und Behandlung von Gemeinschaftswaren im Hafengebiet fallen damit weg – die Abfertigung wird hierdurch hoffentlich erheblich beschleunigt.  Dies gilt aber nur für Gemeinschaftswaren aus der Freizone.

Für die Einfuhr von Zollgut gelten weiterhin die Regelungen des Zollkodex, d.h. diese Kontrollen fallen nicht weg.  Drittlandseinfuhren aus dem Hamburger Hafen sind zollrechtlich genauso zu behandeln wie Einfuhren an allen anderen Außengrenzen der EU und müssen im IT-Verfahren ATLAS erfolgen. Um Zollabfertigungen im IT-Verfahren ATLAS durchführen zu können, bedarf es einer Genehmigung der Zollbehörden.   

Auch erhält Hamburg die absolute Gestaltungs- und Planungshoheit für das Hafengebiet zurück, d. h. Straßenverkehrsprobleme können reduziert, städtebauliche Planungen besser realisiert werden.

Die Spedition Hammer berät Unternehmen dabei, sich frühzeitig den neuen Anforderungen des Hamburger Seezollhafens zu stellen und die Abwicklung möglichst einfach zu gestalten.

Ihr Ansprechpartner:
Projektmanager Zoll und Außenwirtschaft Herr Siegfried Meyer siegfried.meyerhammer-ac.de


Yvonne Faber

Leiterin Marketing & Social Media

Telefon:
+49 (0)241 9665-196

E-Mail

Follow us


Noch mehr Neuigkeiten rund um Hammer Advanced Logistics finden Sie auf unseren Social Media Portalen.