Eine ganz normale Wohnung als Treff für Kinder


27. August 2013

Aachen. In der kleinen Wohnung von Cornelia „Conny“ und Theo Grimmen stapeln sich Kisten und Kartons mit Bastelutensilien, Brettspielen und anderen Kinderspielzeugen. An mittlerweile drei Tagen in der Woche gehört die Wohnung in der Zeppelinstraße ganz den Kindern und Jugendlichen aus der Nachbarschaft.

„Angefangen hat alles im Jahr 1993 mit einem kranken Nachbarskind, das die berufstätigen Eltern einfach so auf die Straße gesetzt haben“, erzählt Grimmen. Sie habe das Kind zu sich eingeladen und mit ihm den Tag verbracht. Ob es denn jetzt nicht mehr kommen dürfe, habe es gefragt, nachdem die Krankheit überwunden war. Verneinen konnte Grimmen das natürlich nicht. Es kamen immer mehr Nach und nach brachte das Kind seine Freunde und Bekannten mit, bis irgendwann jeden Tag Kinder vor der Tür standen. „Das war mir dann doch irgendwann zu viel“. Man habe einen Tag in der Woche ausgemacht, an dem sich alle trafen. Das Angebot sprach sich natürlich schnell unter den Kindern in der Umgebung herum. Immer mehr unbekannte Gesichter tauchten in der Traube von Kindern, die nachmittags zum Spielen kommen, auf. „Ich bin Jasmin, wo sind die Buntstifte?“ Schnell gibt es an zwei Nachmittagen in der Woche in der 50 Quadratmeter großen Wohnung gemeinsam gebastelt, gekocht und gespielt. Die Rollen sind unter den Kindern klar verteilt. Es gibt Kinder, die sich darum kümmern, dass alle Türen verschlossen sind, es gibt Streitschlichter und einen Erste-Hilfe-Dienst. In den Ferien veranstaltet Grimmen außerdem „Connytage“, an denen etwas besonderes unternommen wird, wie zum Beispiel ein Tierparkbesuch oder Ponyreiten. „Jedes Kind hat außerdem zwei Wunschtaler. Wenn sie diese einlösen, verbringen sie einen Tag nur mit mir und wir machen was sie wollen.“ Grimmen fällt es schwer, den Kindern einen Wunsch auszuschlagen, doch das Budget ist begrenzt, da sie und ihr Mann alles privat finanzieren. Selbst das Urlaubsgeld wird investiert. „Urlaub brauchen wir nicht, wo wir doch hier dauernd Spaß und Remmi Demmi haben.“ Prädikat Familienfreundlich Dieses Engagement wurde im vergangenen Jahr mit dem „Prädikat Familienfreundlich“ ausgezeichnet. Bei der Verleihung wurde der Aachener Speditionsunternehmer Tim Hammer auf die Aktion aufmerksam. Der ist in diesem Jahr nicht nur als sozialer Unternehmer ausgezeichnet worden, sondern hat auch einen Teil seines Preisgeldes Conny Grimmen zur Verfügung gestellt. Als dann das Geld auf ihrem Konto angekommen war, wurde sofort der Kinderrat einberufen und es wurde beratschlagt, wie man das Geld einsetzen würde. Gewünscht wurde ein dritter Nachmittag für Jugendliche zwischen elf und 16 Jahren, ein Sandkasten für die Kleinen und eine Tischtennisplatte. Außerdem konnten Jahreskarten für den Tierpark und Schwimmbäder gekauft werden. Das Ehepaar Grimmen ist sehr dankbar für die Möglichkeit, noch mehr für „ihre“ Kinder tun zu können. Und Urlaub braucht es daher erst mal nicht. Quelle: http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/eine-ganz-normale-wohnung-als-treff-fuer-kinder-1.630364

Yvonne Faber

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