DeutschEnglisch

HammerHammer - Internationale Spedition, Transport und Logistik

 
 

Case-Study: Einsatz von Technologie in der Logistik von heterogenen Gütern

Höchst effizient sein und gleichzeitig flexibel reagieren – das ist die Herausforderung, der sich Logistik-Dienstleister wie Hammer zunehmend stellen müssen. Voraussetzung für diese Effizienz sind einerseits bewährt gute Prozesse, andererseits die Nutzung der  entsprechenden Technik. Je standardisierter die Produkte im Handling sind, desto höher ist der mögliche Automatisierungsgrad und damit die Effizienz. Im Gegensatz zu homogenen Gütern lässt  sich jedoch bei heterogenen (uneinheitlichen) Gütern weniger Automatisierungstechnik einsetzen, da Maschinen nicht zwangsläufig erkennen, welches Produkt mit spezifischen Abmessungen und Empfindlichkeiten welches Handling verträgt.


Die Aufgabe
Die Aufgabe besteht in der optimalen Auslastung von Packplätzen für Paletten  mit heterogenen Produkten in saisonalen Geschäftsfeldern.  Vor allem das saisonale Geschäft zeichnet sich dadurch aus, dass sich die Personal- und Kapazitätsauslastung zwischen 0 und 100% bewegt. Um vor allem bei Investitionen für das Handling von heterogenen Gütern einen schnellen Return on Investment zu erreichen, bedarf es hier eines optimalen Automatisierungsgrades.


Die Lösung
Um den Automatisierungsgrad bei heterogenen Produkten zu erhöhen, gilt zunächst die Suche nach dem gemeinsamen Nenner. Dabei  werden die Möglichkeiten, bis zu welchen Eigenschaften (Abmessungen, Gewicht, Empfindlichkeit) die Produkte gruppierbar sind, identifiziert. Für die daraus resultierenden Produktgruppen werden unter Berücksichtigung der saisonalen  Mengen die möglichen Technologien herausgesucht.

Beispiel: heterogene Baumarkt-Produkte im Logistik-Zentrum Köln West
Im Beispiel heterogener Baumarktprodukte wurden im Bereich des Palettenwickelns drei Produktgruppen bzw. Produktklassen identifiziert:

1. Hochempfindliche und instabile Produkte, leicht gewichtige Paletten, sowie
    Sonderhandling Paletten
2. Empfindliche Produkte, sowie Sonderhandling Palette
3. Empfindliche und unempfindliche Produkte über 50kg

Auf Basis der Konzentration auf automatisierungsfähige Produkte, einer Analyse der Mengen- und Saisonverläufe sowie eine darauf aufbauende Errechnung des Return on Investment wurde für diese drei Gruppen die jeweilige Palettenwickeltechnologie bereit gestellt:

I. Wickelteller-Anlagen
II. Halbautomatische Wickelteller-Anlagen (Drehteller- oder Satellitenverfahren)
III. Vollautomatische Wickelanlage (Schrumpf- oder Wickelverfahren)



Nach der Gruppierung der Produkte und Fokussierung auf empfindliche und unempfindliche Produkte über 50 kg (III\3) konnte für die Produktgruppe 3 eine Automatisierung in folgenden Bereichen ermittelt werden:

• Zuführung
• Abmessungen
• Gewicht
• Labeln

Eine besondere Herausforderung in punkto Automatisierung: das  „Labeln“. Vor allem bei heterogenen Gütern gilt es, eine geeignete Labeltechnologie zu finden, die im Zusammenspiel mit der Steuerungs- und Fördertechnik eine effiziente und reibungslose Belabelung sicherstellt. Hier hat sich eine Labeltechnologie bewährt, die durch einen Sensor am Kopf des Labelers erkennt,  ob der Labelarm ausreichend Platz zum Applizieren der Etiketten hat.


Was es nutzt
Durch die Automatisierung beim Vermessen und Verwiegen einer Palette, das automatische Deckblattspenden, das automatische Labeln auf zwei Seiten einer Palette werden durchschnittlich 55 Paletten mit einer Höhe von 160 cm (max. 210 cm) mit zwei Personen pro Stunde auf der Anlage gewickelt.

Schneller ROI: Aufgrund des höheren Durchsatzes bei geringerem Personaleinsatz, sowie eines deutlich geringeren Folienverbrauches hat sich die Anlage in weniger als einem Jahr amortisiert.